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<title>Hermann Fischer-Roloff</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hermann Fischer-Roloff</span></h1>
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<p><b>Hermann Fischer-Roloff</b> (* <a href="15._M%C3%A4rz" title="15. März">15. März</a> <a href="1917" title="1917">1917</a> in <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a>; † <a href="29._Januar" title="29. Januar">29. Januar</a> <a href="1988" title="1988">1988</a> in Hannover) war ein deutscher <a href="Maler" class="mw-redirect" title="Maler">Maler</a> und <a href="Grafiker" title="Grafiker">Grafiker</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Hermann Fischer-Roloff wuchs als ältester von drei Söhnen in Hannover auf; sein jüngerer Bruder <a href="Heinz_Fischer-Roloff" title="Heinz Fischer-Roloff">Heinz</a> wurde auch Maler und Grafiker. Hermanns Kindheit war geprägt von schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen. Anfang der 1930er Jahre besuchte er die damalige <a href="Werkkunstschule_Hannover" class="mw-redirect" title="Werkkunstschule Hannover">Werkkunstschule Hannover</a>, um Malerei und Grafik zu studieren. Unterrichtet wurde er dort u. a. von dem Bildhauer <a href="Ludwig_Vierthaler" title="Ludwig Vierthaler">Ludwig Vierthaler</a>. Danach setzte er seine Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in München fort. Mit Ausbruch des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> wurde er im Alter von 22 Jahren als Soldat einberufen. Einer seiner Kompanieführer war <a href="Ernst_J%C3%BCnger" title="Ernst Jünger">Ernst Jünger</a>, der es ihm ermöglichte, auch weiterhin malen zu können. Ab 1941 war er in Ostpreußen und Russland im Einsatz. 1945 kehrte er nach kurzer <a href="Kriegsgefangenschaft" class="mw-redirect" title="Kriegsgefangenschaft">Kriegsgefangenschaft</a> nach Hannover zurück. Der Großteil seines künstlerischen Frühwerkes und seines persönlichen Besitzes waren bei den <a href="Luftangriffe_auf_Hannover" title="Luftangriffe auf Hannover">Luftangriffen auf Hannover</a> zerstört worden. Er wurde freischaffender Künstler und mietete eine Atelierwohnung in der Podbielskistraße 270 in unmittelbarer Nachbarschaft zur Malerin <a href="Grethe_J%C3%BCrgens" title="Grethe Jürgens">Grethe Jürgens</a>. 1945 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des <a href="Bund_Bildender_K%C3%BCnstler" class="mw-redirect" title="Bund Bildender Künstler">Bund Bildender Künstler</a> <a href="Nordwestdeutschland" title="Nordwestdeutschland">Nordwestdeutschland</a>. Am 29. März 1951 heiratete er die Hannoveranerin Hildegard Pawelka. 1953 wurde die Tochter Yvonne geboren. 1954 gewann er als Preisträger der <a href="Friedrich_Krupp_AG" title="Friedrich Krupp AG">Friedrich Krupp AG</a> ein Reisestipendium nach Jugoslawien. Es folgten Studienreisen innerhalb Deutschlands und in europäische Länder. Er gewann Preise in verschiedenen Wettbewerben. Von 1958 bis 1962 war er Lehrbeauftragter an der damaligen Handelsfachschule Hannover.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Künstlerisches_Schaffen"><span id="K.C3.BCnstlerisches_Schaffen"></span>Künstlerisches Schaffen</h2></div>
<p>Hermann Fischer-Roloff galt als Vertreter der <i>Hannoverschen Schule</i>. Er verschrieb sich Zeit seines künstlerischen Schaffens der gegenständlichen Malerei. Angesichts der in den 1950er und 1960er Jahren vorherrschenden gegenstandslosen Malweise wie <a href="Informel" title="Informel">Informel</a> und <a href="Tachismus" title="Tachismus">Tachismus</a> war es für ihn nicht leicht, sich mit seinen Arbeiten auf dem Kunstmarkt durchzusetzen. Dennoch blieb er seinem eigenen Stil konsequent treu.
</p>
<dl><dd><dl><dd>„Die Arbeitsweise des Künstlers Fischer-Roloff ist sehr bezeichnend: er zeichnet nicht. Keine Naturstudien, keine Notizen, keine Vorentwürfe. Sondern ein Anlaß, und gleich der spontane Weg, das Erlebte mit malerischen Mitteln zu übersetzen. Und dabei gelingen tief empfundene, intensive Mitteilungen, die vor allem ein Abbild und ein Selbstbekenntnis ihres Schöpfers sind.“</dd></dl></dd></dl>
<dl><dd><dl><dd>Zitat von Gunter Heike, <a href="Fachhochschule_Hildesheim/Holzminden/G%C3%B6ttingen" class="mw-redirect" title="Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen">Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen</a></dd></dl></dd></dl>
<p>Fischer-Roloff führte Erscheinungen der Alltagswelt, behutsam vereinfachend auf ihren Wesenskern zurück, wobei ihm sowohl <a href="Expressionismus" title="Expressionismus">Expressionismus</a> als auch <a href="Kubismus" title="Kubismus">Kubismus</a> Anregungen lieferten. Er malte seine kriegszerstörte Heimatstadt Hannover ebenso wie Jahrmarktszenen, Badende am Meer, Urlaubseindrücke aus Jugoslawien aus einer stillen, über den Dingen stehenden Haltung.
Zu seinen Hauptwerken werden die <i>Hannoverbilder</i> gezählt, die hauptsächlich in den 1940er und 1950er Jahren entstanden. Porträts sowie Landschaftsbilder gehören ebenso dazu. Seine Bilder sind in Komposition und Farbe stets ausgeglichen, mal gekennzeichnet durch sachlich distanzierte Beobachtung, aber auch durch einen poetischen Glanz. Die differenzierte Aufteilung der Flächen, die feinsinnige stimmige und dichte Farbwahl sind charakteristisch für seine Arbeiten.
</p>
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<div class="thumb" style="width: 180px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Travemünde, 1960</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 169.33333333333px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Abend am Strand, 1951</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 180px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Erinnerungen an Sylt, 1965</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstellungen_und_Sammlungen">Ausstellungen und Sammlungen</h2></div>
<p>Seine Arbeiten wurden regelmäßig in Ausstellungen im <a href="Kunstverein_Hannover" title="Kunstverein Hannover">Kunstverein Hannover</a>, der <a href="Kestnergesellschaft" class="mw-redirect" title="Kestnergesellschaft">Kestnergesellschaft</a> und in der <a href="Galerie_Kubus" class="mw-redirect" title="Galerie Kubus">Galerie Kubus</a> gezeigt. Er nahm an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland sowie Italien, Österreich, England und Schweden teil.
Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen z. B. <a href="Sprengel_Museum" class="mw-redirect" title="Sprengel Museum">Sprengel Museum</a>, <a href="Historisches_Museum_Hannover" title="Historisches Museum Hannover">Historisches Museum Hannover</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ul><li><i>Zum Tode des Malers Hermann Fischer-Roloff</i> in: <a href="Hannoversche_Allgemeine_Zeitung" title="Hannoversche Allgemeine Zeitung">Hannoversche Allgemeine Zeitung</a>, Februar 1988</li>
<li>Viktoria Krüger: <i>Eröffnungsrede zur Werkschau </i>Erinnerungen<i> des Künstlers</i>, Kunstverein Burgwedel-Isernhagen, 15. März 2014</li>
<li>Rainer Grimm: <i>Eröffnungsrede zur Ausstellung des Künstlers</i>, Studio Arcos, Hannover, 10. März 2002</li>
<li>Galerie Gabriele Jeroch, Katalog zur Ausstellung des Künstlers, Bilder 1948–1980, 1984</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Hermann_Fischer-Roloff?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Hermann Fischer-Roloff</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
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